Vincent van Ojen About

Vincent van Ojen

PRESSE-ZITATE (FRAGMENTE)

Man sieht Landschaften im Van Abbehuis, eine ganze Reihe von Landschaften. Und gleich vorweg: Es sind verdammt gute Landschaften. Ich zähle Hans van Hoek zu den besseren Malern der Niederlande, daher ist es nicht überraschend, dass seine monumentalen Werke Eindruck machen. Aber auch Vincent van Ojen tut dies; er zeigt frische Gemälde, die beeindrucken.

Van Ojen gilt als herausragender Grafiker. Mit Holzschnitten erreicht er ein Niveau, das nur wenige erreichen. Im Laufe der Zeit hat er sich zudem eine eigene Handschrift erarbeitet, die typisch „van Ojen“ ist, dabei aber der scheinbar einfachen, doch höchst anspruchsvollen Technik gerecht wird. Das ist doppelt beeindruckend.

Im Van Abbehuis zeigt Van Ojen jedoch Gemälde, ein großer Teil davon sehr aktuell, und man spürt, wie sehr der Künstler aus Helmond seine Landschaften und Stillleben mit Freude malt. Während man beim Schnitzen mit dem Stechbeitel zurückhaltend ist, kann man mit Pinsel oder Farbrolle wild über die Fläche streichen – und genau das tut Van Ojen. Linien und Wolkenflächen bewegen sich über die Leinwand; Punkte, Spritzer und Kratzer verleihen Gärten, Wäldern und anderen Landschaften eine zusätzliche Dimension.

Mir fallen Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc und die Arbeiten von Karel Appel aus den 1990er Jahren ein. Eine solch expressive Handschrift passt Van Ojen wie die Faust aufs Auge, und er nutzt sie – neben den Holzschnitten – auch hervorragend in Öl auf Leinwand. Bemerkenswert ist, dass der Künstler die kantigen Formen der Holzschnitte manchmal auch in seinen Ölgemälden aufblitzen lässt. Vielleicht unbewusst, aber genau das verleiht den Gemälden eine ganz eigene Note. Ebenso bemerkenswert ist, dass die Farben in fast allen Bildern denselben Wert haben: Keine auffälligen Akzente, keine überraschenden Kompositionen – daher wirken die Werke erstaunlich ruhig.

Eindhovens Dagblad, 19.11.2015: „Verdammt gute Landschaften im Van Abbehuis“, von Rob Schoonen


Es bleibt stets ein Vergnügen, die raffinierten Holzschnitte von Vincent van Ojen zu betrachten, unabhängig vom Kontext, in dem sie gezeigt werden. Wie kaum ein anderer hat er die Möglichkeiten des Holzschnitts vertieft.

Volkskrant/Kunstkrant 2012, von Wim van der Beek


Die Holzschnitte von Vincent van Ojen wirken dabei keineswegs hölzern. Das liegt daran, dass er selten große, einfarbige Flächen verwendet, wie man sie oft bei Hochdrucktechniken sieht. Van Ojen füllt die Farbflächen auf verspielte Weise mit kleinen Farbakzenten. Dadurch erscheint seine Arbeit fast impressionistisch. Landschaften, Blumen, Obst – alles wird gleichermaßen lebendig dargestellt.

Eindhovens Dagblad, Galerie Seyant


Die Holzschnitttechnik eröffnet ihm so viele Möglichkeiten, besonders im Bereich der Farbe, dass er bisher alles machen kann, was er möchte. Van Ojen schafft gerne Stillleben und Landschaften, wobei er das Spektakel eher in den Bildmitteln als im Motiv selbst sucht.

10 Jahre Galerie Albion Putti, Groningen


Nur wenn ein Werk auf traditionellen Bildmitteln basiert, wird es über längere Zeit visuell fesseln. Bildmittel wie Komposition und Farbe, die übrigens völlig abstrakt sind, bilden daher die Grundlage von Van Ojens Arbeit.

Katalog Biennale der Niederländischen Figurativen Kunst


Dass Van Ojen auf jeden Fall ein feines Gespür für Farbe hat und diese auf meisterhafte Weise einsetzt, steht außer Frage und strahlt aus seinen Werken. Immer wieder überraschen Komposition und Farbkombination. Ein Mehrfarbdruck erfordert mehr Platten, mehr Druckgänge – das ist Präzisionsarbeit. „Meine Drucke werden nicht gemacht, sie sind im Aufbau“, sagt Van Ojen. Auffällig ist, wie expressiv, frisch und lebendig diese Drucke wirken, trotz des sorgfältigen Überlegens und Konstruierens.

Drentse Courant, Gerard Berends


Man könnte sagen, dass Van Ojens Werk überwiegend figurativ ist. Doch für den Künstler ist das Motiv eines Werkes nicht entscheidend. Es geht ihm nicht darum, eine Vase mit Blumen darzustellen, sondern die Erlebnisse, die die Komposition von Farben und Formen in ihm ausgelöst hat, visuell umzusetzen. Das bestimmt Van Ojens künstlerisches Schaffen. Seine Kunst muss buchstäblich bildende Kunst sein. Ob der Betrachter erkennt, was er sieht, ist dabei unerheblich. Van Ojen geht es nicht um die Anekdotik des Werkes, sondern um seine Bildkraft, um die visuelle Wirkung. Die ästhetische Erfahrung, die aus dem mehr oder weniger zufälligen Zusammenspiel von Farbe und Form in seiner Umgebung entsteht, möchte Van Ojen dem Betrachter vermitteln.

Häufig sind die Kompositionen bildfüllend. Die Anordnung der Farbflächen als eigenständige Bildmittel hat für Van Ojen höchste Priorität. Da der Künstler keine buchstäbliche Wiedergabe der Welt anstrebt, entsteht eine räumliche Wirkung, die nicht konsistent ist; die Perspektive springt innerhalb eines Werkes mehrfach. Dieses Element fügt der Komposition Spannung hinzu und steigert die Dynamik im Bildaufbau.

Katalog Kunsthandel Borzo, „Holzschnitte von Vincent van Ojen“, Marike van der Knaap


Van Ojen ist ein Künstler, der – wortwörtlich und im übertragenen Sinn – mit Begriffen wie Rhythmus, Komposition, Farbe, Zwischenräumen und Kontrast arbeitet. Begriffe, die viele Kollegen als „altmodisch“ betrachten würden. Doch das stört ihn nicht. Er scheut sich auch nicht vor dem Phänomen Schönheit.

Eindhovens Dagblad, Ausstellung bei Kunsthandel Max Silverenberg, 2004


Die Holzschnitte von Vincent van Ojen zeigen große Beherrschung. Auf scheinbar mühelose und selbstverständliche Weise „formt“ er seine Stillleben. Ein traditionelles Motiv, wie eine Vase mit Blumen oder etwas Obst, verleiht er durch Technik, Abstraktion und Komposition eine wohltuende Ruhe.

Brabants Dagblad, Mary Winters, Kunstkritikerin


Van Ojens Werk weckt Assoziationen zur japanischen Bildsprache. Die Ausstrahlung wirkt zugleich selbstverständlich und schlicht, aber auch universell durch die darunterliegende Spannung, als läge unter der Einheit und Direktheit eine tiefere Weisheit.

Marike van der Knaap, Kunsthistorikerin


Die Farbholzschnitte von Vincent van Ojen besitzen eine so selbstverständliche Schönheit und Verständlichkeit, dass ein breites Publikum sie genießen kann, ohne das Gefühl zu haben, Außenseiter zu sein oder Fachwissen zu vermissen.

Dagblad van het Noorden, Ausstellung Kunstuitleen Leeuwarden

Es bleibt stets ein Vergnügen, die raffinierten Holzschnitte von Vincent van Ojen zu betrachten, unabhängig vom Kontext, in dem sie gezeigt werden. Wie kaum ein anderer hat er die Möglichkeiten des Holzschnitts vertieft.

Volkskrant/Kunstkrant 2012, von Wim van der Beek


Die Holzschnitte von Vincent van Ojen wirken dabei keineswegs hölzern. Das liegt daran, dass er selten große, einfarbige Flächen verwendet, wie man sie oft bei Hochdrucktechniken sieht. Van Ojen füllt die Farbflächen auf verspielte Weise mit kleinen Farbakzenten. Dadurch erscheint seine Arbeit fast impressionistisch. Landschaften, Blumen, Obst – alles wird gleichermaßen lebendig dargestellt.

Eindhovens Dagblad, Galerie Seyant


Die Holzschnitttechnik eröffnet ihm so viele Möglichkeiten, besonders im Bereich der Farbe, dass er bisher alles machen kann, was er möchte. Van Ojen schafft gerne Stillleben und Landschaften, wobei er das Spektakel eher in den Bildmitteln als im Motiv selbst sucht.

10 Jahre Galerie Albion Putti, Groningen


Nur wenn ein Werk auf traditionellen Bildmitteln basiert, wird es über längere Zeit visuell fesseln. Bildmittel wie Komposition und Farbe, die übrigens völlig abstrakt sind, bilden daher die Grundlage von Van Ojens Arbeit.

Katalog Biennale der Niederländischen Figurativen Kunst


Dass Van Ojen auf jeden Fall ein feines Gespür für Farbe hat und diese auf meisterhafte Weise einsetzt, steht außer Frage und strahlt aus seinen Werken. Immer wieder überraschen Komposition und Farbkombination. Ein Mehrfarbdruck erfordert mehr Platten, mehr Druckgänge – das ist Präzisionsarbeit. „Meine Drucke werden nicht gemacht, sie sind im Aufbau“, sagt Van Ojen. Auffällig ist, wie expressiv, frisch und lebendig diese Drucke wirken, trotz des sorgfältigen Überlegens und Konstruierens.

Drentse Courant, Gerard Berends


Man könnte sagen, dass Van Ojens Werk überwiegend figurativ ist. Doch für den Künstler ist das Motiv eines Werkes nicht entscheidend. Es geht ihm nicht darum, eine Vase mit Blumen darzustellen, sondern die Erlebnisse, die die Komposition von Farben und Formen in ihm ausgelöst hat, visuell umzusetzen. Das bestimmt Van Ojens künstlerisches Schaffen. Seine Kunst muss buchstäblich bildende Kunst sein. Ob der Betrachter erkennt, was er sieht, ist dabei unerheblich. Van Ojen geht es nicht um die Anekdotik des Werkes, sondern um seine Bildkraft, um die visuelle Wirkung. Die ästhetische Erfahrung, die aus dem mehr oder weniger zufälligen Zusammenspiel von Farbe und Form in seiner Umgebung entsteht, möchte Van Ojen dem Betrachter vermitteln.

Häufig sind die Kompositionen bildfüllend. Die Anordnung der Farbflächen als eigenständige Bildmittel hat für Van Ojen höchste Priorität. Da der Künstler keine buchstäbliche Wiedergabe der Welt anstrebt, entsteht eine räumliche Wirkung, die nicht konsistent ist; die Perspektive springt innerhalb eines Werkes mehrfach. Dieses Element fügt der Komposition Spannung hinzu und steigert die Dynamik im Bildaufbau.

Katalog Kunsthandel Borzo, „Holzschnitte von Vincent van Ojen“, Marike van der Knaap


Van Ojen ist ein Künstler, der – wortwörtlich und im übertragenen Sinn – mit Begriffen wie Rhythmus, Komposition, Farbe, Zwischenräumen und Kontrast arbeitet. Begriffe, die viele Kollegen als „altmodisch“ betrachten würden. Doch das stört ihn nicht. Er scheut sich auch nicht vor dem Phänomen Schönheit.

Eindhovens Dagblad, Ausstellung bei Kunsthandel Max Silverenberg, 2004


Die Holzschnitte von Vincent van Ojen zeigen große Beherrschung. Auf scheinbar mühelose und selbstverständliche Weise „formt“ er seine Stillleben. Ein traditionelles Motiv, wie eine Vase mit Blumen oder etwas Obst, verleiht er durch Technik, Abstraktion und Komposition eine wohltuende Ruhe.

Brabants Dagblad, Mary Winters, Kunstkritikerin


Van Ojens Werk weckt Assoziationen zur japanischen Bildsprache. Die Ausstrahlung wirkt zugleich selbstverständlich und schlicht, aber auch universell durch die darunterliegende Spannung, als läge unter der Einheit und Direktheit eine tiefere Weisheit.

Marike van der Knaap, Kunsthistorikerin

Die Farbholzschnitte von Vincent van Ojen besitzen eine so selbstverständliche Schönheit und Verständlichkeit, dass ein breites Publikum sie genießen kann, ohne das Gefühl zu haben, Außenseiter zu sein oder Fachwissen zu vermissen.

Dagblad van het Noorden, Ausstellung Kunstuitleen Leeuwarden

Der Begriff der Einfachheit ist an sich vielschichtiger, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die erste Bedeutung von Einfachheit ist, dass etwas nicht kompliziert ist. Eine bildlichere Interpretation deutet auf das Fehlen von Prunk und Übermaß hin. In dritter Linie wird Einfachheit mit Unschuld und Abwesenheit von Hintergedanken assoziiert. Die Essenz von Vincent van Ojens Kunst liegt in der Verbindung dieser drei Aspekte von Einfachheit.

Kunstbeeld, Rezension Ausstellung Galerie Elysium, 1999


Kirschen, Pflaumen und Birnen druckt er in so vielen Nuancen, dass die Lichtreflexe und die Beschaffenheit der Schale fast lebendig auf dem Papier erscheinen. Dennoch ist Van Ojen kein realistischer Maler. Farbe, Licht, Form und Struktur seiner Motive bilden vielmehr die Grundlage einer fast abstrakten Komposition. Besonders Van Ojens Landschaften lösen sich in eine wirbelnde Anordnung teils kräftiger Farben auf, die, aus der Entfernung betrachtet, zu einem Farbklang verschmelzen. Durch die großen Formate der Holzschnitte wird der Betrachter zusätzlich in die Darstellung hineingezogen, was das Erlebnis intensiviert. Das in Zevenaar ausgestellte „Heuvellandschap“ von 1998 ist eine solche wunderbare Farbkomposition, die einem Cézanne würdig ist.

De Gelderlander, Ausstellung Galerie Meander, von Martin Pieterse, Kunsthistoriker


Besonders in den Stillleben wird deutlich, dass der Künstler seine Motive als Ansammlung von Farbflächen betrachtet und dabei den Restformen genauso viel Aufmerksamkeit schenkt wie den Objekten selbst. Die Technik liefert scharf begrenzte Flächen, die sich scheinbar nachlässig oft leicht überlappen. Aus der Distanz ergibt dies einen starken Tiefeneindruck. Obwohl Van Ojen seine Darstellungen streng inszeniert, bleibt alles angenehm locker durch seine freie Hand, die die Formen groß hält, kaum Details zulässt und zu einer schönen robusten Linienführung führt.

Die Waldlandschaften wirken aus der Ferne ordentlich und präzise, doch aus der Nähe zeigt sich, dass sie aus einem Gewirr farbiger Linien in verschiedenen Richtungen bestehen. Diese Linien wirken, übereinandergedruckt, wie Schraffuren und erzeugen zahlreiche feine Farbnuancen und geheimnisvolle Hell-Dunkel-Kontraste. Beide Arbeitsweisen erfordern durchdachte Planung und technisches Wissen. Van Ojens Verdienst liegt darin, dass er darin nicht steckenbleibt, sondern sein handwerkliches Können in eine ganz persönliche Bildsprache umsetzt.

Leeuwarder Courant, Johanna Schuurman


Van Ojens Holzschnitte fallen durch die Vielzahl der Farbnuancen, den Wechsel zwischen größeren Flächen und Details sowie die deutliche Holzmaserung auf. Die Holzstruktur wird keineswegs verschleiert; im Gegenteil, sie sorgt gerade in den dunklen Bereichen für einen „luftigeren“ Effekt.

Goudsche Courant


1992 erhielt Van Ojen den Niederländischen Grafikpreis, weil er die anspruchsvolle Technik des Holzschnitts neu belebt und weil seine Holzschnitte der Forderung entsprechen, dass Kunst mehr sein muss als bloßes Können. Die Ausstellung in der Galerie Bakker zeigt, dass er zwölf Jahre später immer noch dieselbe Arbeitsweise anwendet und nach wie vor hohe Qualitätsmaßstäbe setzt. Gleichzeitig haben sich insbesondere die Themenwahl, aber auch Stil und Farbgebrauch gewandelt.

Meppeler Courant, Ausstellung Galerie Bakker, von Paul van der Lucht


Van Gogh hätte sicher Gefallen gefunden, wenn er die Arbeiten seines Namensvetters Vincent van Ojen hätte sehen können. Van Ojens „Sonnenblumen“ sind ebenso lebendig und vital wie der Strauch des alten Meisters selbst. Faszinierend ist, wie Van Ojen mit der Technik des Holzschnitts malerische Effekte und großartige Transparenz erreicht, die kein Ölgemälde erzielen könnte.

Von dem Tisch, auf dem die Vase mit Sonnenblumen steht, ist beispielsweise völlig unklar, wo dieser beginnt oder endet, ob etwas darauf liegt oder woraus er besteht – ganz zu schweigen vom Raum dahinter. Genau das macht es spannend und zeigt, wo Van Ojen Van Gogh übertrifft: Van Ojens Werk ist viel abstrakter. Das Auge wird von tausend wirbelnden Blütenblättern angezogen, verliert sich aber gleichzeitig in der Explosion aus Farben, Flächen und Formen.

Nieuwsblad van het Noorden, Linda Schregardus


Der Grafiker arbeitet mit Form und Gegenform. Damit tut er genau das Gegenteil dessen, was ein Maler tut. Maler legen fest, was auf der Leinwand erscheinen soll; Van Ojen entfernt hingegen die Form, die er auf dem Papier haben möchte. Dennoch sind Van Ojens Holzschnitte aus Farbensicht gedacht. Er zeigt, dass Grafik eine vollwertige und besondere Nutzung von Farbe ermöglicht. Seine Holzschnitte werden, vor allem durch die vibrierenden Farben, oft als malerisch bezeichnet.

Van Ojen ist der Ansicht, dass die verwendete Technik notwendig sein muss, um das gewünschte Bild zu erzielen. Sie muss eigene Anforderungen stellen und spezifische Merkmale liefern, die nicht mit anderen Disziplinen vergleichbar sind. Grafik darf niemals ein schwacher Abklatsch eines Gemäldes sein.

Wim van der Beek, Rezensent Kunstbeeld


Wer die Landschaften und Stillleben aufmerksam betrachtet, kann Van Ojens handwerkliches Können nicht übersehen. Farbflächen, die sich mal überlappen und mal nicht, subtile Konturen und Detailgenauigkeit.

In „Magnolia“ scheint der Unterschied zwischen Hintergrund und Motiv kaum noch zu existieren. Wir erkennen Vase und Blumen, doch die Zwischenräume zwischen den Ästen der Magnolie sind fast eigenständige Formen geworden, ebenso wie die Motive im Hintergrund.

Eindhovens Dagblad, Verily Klaassen, Leiterin Kunstabteilung Rabobank


Van Ojen weiß auf beispiellose Weise, einer Schale mit Kirschen, einer Landschaft oder einem Iriswald Form zu verleihen – gerade durch die vollkommene Nutzung traditioneller Motive und der jahrhundertealten Holzschnitttechnik.

Eindhovens Dagblad, „Begabter Farbmeister im Holz“, von Rob Schoonen


„Oh ja, an der Akademie hielten sie es für altmodisch. Es gibt eine Kluft zwischen intellektueller und ästhetischer Kunst, die das Gefühl anspricht. Letztere ist in der zeitgenössischen Kunst schon lange ‚out‘. Dabei kann ein Blumenstrauß das Leid der ganzen Menschheit thematisieren.“

„Wenn ich dieses Stillleben auf dem Schrank betrachte, sehe ich keine Schalen und Vasen, ich sehe Bewegungen, Farben. Das war in der Kunst schon immer so. Frühere Künstler beschäftigten sich ebenfalls mit abstrakten Qualitäten. Was macht Rembrandt mehr, außer ein Szenario darzustellen? Dann fängt es erst richtig an! Deshalb sehe ich diesen Unterschied zwischen realistisch und abstrakt nicht so.“

Dagblad voor Noord Limburg, von Peter Janssen


Wenn man die Ladung der Farbe wegnimmt, zeigt sich, dass Farben ihre eigene Wahrheit haben. Farbe kann, anstelle eines bloßen Zusatzwerts, die Essenz eines Bildes sein.

Vincent van Ojen, „Haus im Wald“, Veröffentlichung Stiftung Cultuurfonds ‚s-Hertogenbosch


Van Ojen versteht es, seine Motive auf sublime Weise über das Alltägliche hinauszuheben; das Gewöhnliche wird spannend und ungewöhnlich. Zunächst geschieht dies durch den Farbgebrauch: Der Künstler hält sich weitgehend an die realistischen Farben, wodurch er sich die Freiheit schafft, die Farbintensität zu einem expressiven Höhepunkt zu steigern.

Neben der Farbe sind es auch die überraschende Komposition und die starke Linienführung, die seine Werke über das Gewöhnliche hinausheben und den Betrachter in eine Welt der Empfindung versetzen.

Ger Jacobs, Kunsthistoriker


Vincent van Ojens Werk segelte auf die Netzhaut wie ein Punkt – und ein Punkt, der immer größer wurde. Wie lässt sich diese besondere Position seiner Kunst erklären? Was verursachte jene leichte Aufregung, den begehrlichen und zugleich träumerischen Blick, jenes vage Gefühl von Unruhe und Besitzdrang? Unzweifelhaft kennt man diese Gefühlsmischung, wenn man sein Augenmerk auf ein bestimmtes Objekt richtet, etwa bei einer Auktion. Sowohl damals als auch rückblickend ist die Erklärung leicht zu finden: Das Werk war der Vorbote einer neuen Zeit, anderer Akzente in der bildenden Kunst, ein Fin de Siècle. Es war der Aufstieg zunehmender Figuration, eingehüllt in eine Tasche voller Bezüge zur Kunst der Jahrzehnte und weit darüber hinaus. Gleichzeitig war es in Technik und Ausdruck innovativ, wie zuvor nie gezeigt.

Eröffnungsrede Ausstellung Galerie Meander, von R.J.P. de Leeuw ACIS


Vincent van Ojen, ein technisch äußerst begabter Holzschneider, konzentriert sich auf Landschaften und Stillleben. In seinen Landschaften erreicht er große Tiefe und reiche Farbnuancen. In seinen Stillleben sind Formen und Farben stärker abstrahiert. Van Ojens Arbeit erhält ihre Gestalt aus einer klar handwerklichen Grundlage. Doch dabei bleibt es nicht. Ich betrachte ihn als den interessantesten Teilnehmer dieser Grafik-Ausstellung.

„Holzschnitte – auf der Suche nach neuen Wegen“, von Peggie Breitbarth, Kunsthistorikerin


Auffallend in Van Ojens Werk ist die lockere Pinselführung. Bereits damit erzeugt er ein Prickeln beim Betrachter. Durch das Spiel mit Perspektive und das Offenlassen bestimmter Bereiche verstärkt Van Ojen die Ausdruckskraft. Der Besucher kann sich auch den fantastischen Farben nicht entziehen. Van Ojen ist ein echter Farbmeister.

Gelderlander/Zutphense Koerier, Ausstellung Galerie Vruggink